Posted by Patrick Hanft in
Friday, November 27. 2009
Es ist doch noch praktisch, ein Blog zu haben, auch wenn man grundsätzlich nie bloggt. Neulich hatte ich eine kurze Maildebatte mit einem Freund über die Verwendung von Microsoft-Office-Dateien im Mailverkehr, bei der er – auch als Befürworter von Alternativen wie OpenOffice – pragmatisch argumentierte, dass es doch sinnvoller sei, Office-Dokumente zu verschicken, da diese von beiden Anwendergruppen geöffnet werden könnten. Weil ich das so nicht ganz stehen lassen wollte habe ich eine Antwort verfasst und nachdem ich dies auf Twitter angekündigt hatte mehrfach danach gefragt, so dass ich beschlossen habe, sie hier zu veröffentlichen. Nebenbei fallen außerdem noch ein paar andere Brotkrumen ab. Kommentare gerne auch hier.
[…]Allerdings bleibt mir schleierhaft, was gegen das .doc-Format spricht. Schließlich kann man dieses doch mit OpenOffice öffnen. Mit Word jedoch lässt sich dies nicht öffnen. Verstehe mich nicht falsch: Ich finde OpenOffice Klasse und trete auch dafür ein es zu verbreiten. Dennoch darf man doch Leute, die eben gewohnt sind mit der kommerziellen Anwendersoftware zu arbeiten und diese doch ein Stück weit besser finden, nicht diskriminieren. Somit wäre es doch insgesamt logischer generell eher .doc-Dateien zu versenden, als .odt-Dateien. Sicherlich, rein ideel sollte man Leute dazu bringen sich mit den OpenOffice-Varianten zu beschäftigen. Aber ich finde dies prinzipiell über andere Wege lohnenswerter.[…]
Du beschreibst mit deiner Antwort einen pragmatischen Lösungsansatz, der nicht nur nachvollziehbar und weit verbreitet ist, sondern auf den ersten Blick auch recht praxistauglich scheint. Ich werde versuchen darzulegen, nicht nur, warum ich auch aus anderen Gründen glaube, dass man diesem Ansatz nicht folgen sollte, sondern auch, warum ich glaube, dass dieser auf Dauer nicht funktioniert. Letztlich geht es in meiner Argumentation tatsächlich weniger um die Frage, ob man freie Software einsetzen sollte oder den Einsatz unfreier Software ablehnen muss, sondern ich möchte zwei Vergleiche ziehen, die zwar ebenso wie die Thematik freie Software/offene Standards an sich abstrakt sind, die Position meines Standpunkts jedoch vielleicht leichter nachvollziehbar machen.
Zuletzt noch die Vorbemerkung, dass die Grundhaltung, weshalb ich so argumentiere eine ist, die einem sehr liberalen Geist und keineswegs der Idee entspringt, dass ich hier verteufel, was mir einfach so nicht passt.
Continue reading "Eine längst überfällige Betrachtung des Wordformates, geschrieben aus Sicht eines Informatikers für politisch denkende Menschen ;)"
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Sunday, March 22. 2009
Ich wurde wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass ich schon wieder in Blog-Faulheit verfallen bin. Das liegt nicht wirklich daran, dass es mir an Themen mangelte. Oft genug ist es tatsächlich die fehlende Motivation, sich dann doch hinzusetzen und zu schreiben, aber eben auch oft genug ist es die Erkenntnis, dass das, was in meinem inneren vorgeht, dann im Grunde genommen doch zu privat ist. Ich habe beschlossen, in dieses Blog nicht so viele private Dinge zu thematisieren. Hat man sich gerade gewaltig über etwas geärgert, möchte man ja letztlich nicht demjenigen, mit dem man sich gestritten hat, auch noch offen erklären, dass man sich gerade über ihn geärgert hat. Oder wenn man über persönliche Wünsche nachdenkt, fällt einem oft jemand ein, von dem man lieber wüsste, dass er mehr Abstand zur eigenen Person hat.
Continue reading "Ich und mein Wochenende..."
Posted by Patrick Hanft in
Tuesday, March 3. 2009
Ich war letzte Woche im Kino. Und die Woche davor auch. Zuerst sah ich — nun bereits wirklich schon etwas zurückliegend — den vielgepriesenen Film „The Curious Case of Benjamin Button“, einen Film, den ich zunächst überhaupt nicht sehen wollte. Ein Film, der mich dann dennoch überrascht hat und obwohl ich von seiner Laufzeit nicht begeistert war (und viel schlimmer: der Tatsache, dass trotz Spätvorstellung noch einmal 20 Minuten Pause gemacht wurden!), fand ich ihn besser, als ich zunächst erwartet hatte. Es ist ein solide gemachter Film, der einen unterhält, einem Spaß macht, eine Geschichte erzählt von dem Leben eines außergewöhnlichen Amerikaners. Ein richtiger Forrest Gump eben.
Continue reading "Warum einen der Knöpfe-Benjamin nich so "naufhaut" und der Junge aus Bombay verdient gewonnen hat."
Posted by Patrick Hanft in
Tuesday, March 3. 2009
Uuups und so schnell geht das. Mal ein Blog eingerichtet, bisschen gebloggt, dann ein paar Tage viel zu tun, bzw. nicht die Energie über die wirklich wichtigen Themen zu schreiben, die einen bewegen und dann, zack, schon wieder drei Wochen rum. Nachdem mir vorhin eine gute Freundin vorgeschlagen hat, dass ich wieder bloggen sollte, hab ich mich nun schon beinahe gedrängt gefühlt. Immerhin, wer rechnet denn schon damit, wieder auf einmal doch schon wieder überhaupt Leser zu haben?
Nunja, dieser Blogeintrag bedeutet nunmehr nicht, dass ich nicht eigentlich noch andere wichtige Dinge zu tun hätte. Oder zumindest tun sollte. Oder eben mal die eingehende Chatnachricht, die soeben rechts unten blinkt, lesen sollte. Moment, ich glaube, ich mach das mal schnell... okay. Ich sollte außerdem noch mindestens eine e-Mail für die GJ Würzburg verschicken und außerdem wollte ich mich die nächsten (wenigen restlichen) Tagen, die ich vor dem Beginn des Sommersemesters habe und an denen ja alle Freunde, mit denen man diese Tage anderweitig verbringen wollen würde, selbst noch beschäftigt sind, dem Thema "GTD" widmen.
Es hat ja schon beinahe etwas von Komik, dass ich den Einstieg in diese Selbstmanagement-Methode, die zumindest die Hoffnung birgt, dass alles besser werden könnte, selbst nun schon über ein Jahr vor mir her schiebe. Mittlerweile ist es so lange her, dass ich das zugehörige Buch gelesen habe, dass ich wohl besser daran täte, es zumindest teilweise erst noch einmal zu lesen. Anschließend stelle ich dann fest, dass mir noch irgendwelches Equipment fehlt, oder es keinen Sinn macht, auf dieses System umzustellen während hier allergrößtes Chaos herrscht. Es ist echt total verhext!!!
Liebe Menschen, die ihr es geschafft habt, professionell euch durch euer Studium zu arbeiten und jetzt eure Karriere in einem aufstrebendem jungen Unternehmen meistert, wann habt ihr gelernt, euch selbst zu managen, euren inneren Schweinehund zu überwinden, und euch nicht durchgehen zu lassen, wenn ihr nur halbe Arbeit leistet? Blöde Chatbenachrichtigungen, geht doch mal bitte meinem Browser-ich-möchte-jetzt-einen-neuen-Eintrag-erstellen-Fenster ausm Weg! *ähm*, ja.
Das nächste mal schreib ich wieder was weltbewegendes. Versprochen ggg
Edit: und ja verdammt, warum stellt mein Serendipity immer noch Umlaute im System selbst teilweise falsch dar?  "MÄÄÄÄÄÄÄÄÄRZ" geht doch auch!
Edit2: juchu! Probleme sind doch dazu da, um gelöst zu werden. Der März hat wieder ein ä die Lösung des Problems findet sich hier
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Saturday, February 14. 2009
Ich gehe eigentlich ganz gerne ins Kino. Weniger, weil ich es toll finde, mir lautes Gequassel oder das Rascheln von Popcorn-Tüten mir anzuhören, sondern weil ich manchmal das Gefühl habe, dass es dann doch einen Film gibt, der es verdient im Großformat angesehen zu werden, oder der zumindest davon gewinnt. Freilich könnte ich mir auch das Geld für einen Beamer zusammensparen, am Ton solls sowieso nicht mangeln; meine mittleren Ansprüche sind bereits befriedigt und der Ton ist in den Kinos, die ich besuche, in der Regel sowieso beschämend schlecht eingeregelt. Aber dann gibt es da Filme, von denen bereits im Vorfeld gewisse Gerüchte umher gehen. Seien es Rezensionen, oder das, was Freunde andeuten. Filme, die man dann sehen möchte, und Filme, die man schnell sehen möchte.
Dieses Mal war es ein Thriller. Nunja, es ist meistens ein Thriller, wenn ich darauf anspringe, einfach mein Lieblingsgenre. Eines, bei dem ich heute sogar bereit war, zum ersten Mal seit Jahren, überhaupt alleine ins Kino zu gehen, weil sich auf die schnelle niemand fand, der bereit gewesen wäre, mitzukommen und ich dennoch diesen Film einfach sehen wollte. Und, ich muss zugeben, obwohl alleine ins Kino zu gehen uncool ist und es doch ein merkwürdiges Gefühl ist (ich hätte mir doch einen nicht blöden Spruch ausdenken sollen, mit der ich die hübsche Brunette rechts neben mir hätte ansprechen können), ich bereue es nicht...
Continue reading "Der "deutsche Thriller", gibts sowas ab sofort endlich öfter?"
Posted by Patrick Hanft in
Friday, February 13. 2009
Irgendwann vor rund zwei Jahren hörte ich von dem verrückten Versuch, ähnlich wie bei Wikipedia eine freie Enzyklopädie durch Wissen des Einzelnen zu erstellen, eine freie Karte der gesamten Welt zu bauen. Hielt ich damals, es war wohl 2002 oder 2003 Wikipedia im Gegensatz zu vielen meiner Mitmenschen für vorstellbar, wenn auch mindestens ein Jahrzehnt von einer sinnvollen Komplettierung entfernt, fand ich die Idee der Weltkarte jedoch äußerst gewagt. Nunja, ich wurde natürlich eines besseren belehrt. OpenStreetMap ist schon heute benutzbar, wenn auch zugegebenermaßen dennoch weit von einer 100%igen Abdeckung (was auch immer 100% Abdeckung sind) entfernt.
Continue reading "Veitshöchheim auf die Karte"
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Friday, February 13. 2009
Kinderpornographie ist übel. Sie ist deshalb zurecht illegal und gesellschaftlich geächtet. Wer sich zur Aufgabe macht, Kinderpornographie aus dem Internet zu verbannen ist also ein Wohltäter. Ganz einfach.
Tja, leider hapert es so manches mal mit den ganz einfachen Folgerungen. Das Internet ist schließlich alles andere, als diese merkwürdige, riesige Telefonanlage, in der man so manch eine Nummer ganz einfach sperren kann. Das Internet ist peer-to-peer, das Internet ermöglicht Kommunikation zwischen zwei Endpunkten, ohne dass in jedem Fall vorhersagbar wäre, dass oder ob diese Kommunikation über einen bestimmten dritten Knoten geleitet wird. Mathematisch gesehen ist das Internet eben kein Baum. Ein Baum ist eine hierarchische Struktur, die man an einem bestimmten Knoten aufhängen kann, welcher in diesem Falle dann gegenüber den anderen Knoten ausgezeichnet ist. Politiker sind mit hierarchischen Strukturen vertrauter. Informatiker manchmal auch noch. Wir lernen mit den neuen Strukturen umzugehen. Und wenn wir verantwortlich handeln möchten, sollten wir Politikern beibringen, mit den neuen Strukturen umzugehen. Oder, wir sollten lernen, wie Politik funktioniert.
Continue reading "Frau von der Leyen und die Netzsperrungen"
Posted by Patrick Hanft in
Thursday, February 12. 2009
Dies ist nicht mein erster Versuch, unter dieser URL ein Blog zu betreiben. Bereits 2003 hat es erste Versuche gegeben und von Ende 2005 bis März 2007 habe ich bereits regelmäßig gebloggt. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass zu persönliches Bloggen nicht das ist, was man „tun möchte“, wenn die eigene Leserschaft auch aus einem nahen Umfeld besteht.
Dieses Blog, das ich nun, knapp zwei Jahre nach meinem letzten Versuch starte, soll zwar weiterhin sehr persönlich sein, dennoch möchte ich meinen Schwerpunkt auf politischere, oder auch öffentlichere Themen richten. Dabei wird es sich wohl um Netzpolitik drehen - der Themenkomplex zu dem ich als Informatikstudent einen Zugang habe, um grüne und ökologische Themen - passend zu meiner politischen Heimat, um freie Software und freie Projekte - wie z.B. Openstreetmap, eines meiner derzeitigen Hobbys, oder auch kulturelle Dinge, die mich bewegen, oder die - ebenso wie vieles andere - einen regionalen Bezug zu meiner Heimatstadt Würzburg haben, in deren Nähe ich wohne.
Mit diesem Blog versuche ich also auch mich wieder - neben der thematischen Ausrichtung - der Würzburger Blogosphäre anzunähern, die ich die letzten Jahre beobachtet habe, aber mich nie als Teil derselben begriffen habe. Womöglich werde ich etwas anders bloggen, als sonst in der regionalen Blogosphäre so üblich, aber ich bin dennoch mal auf den Austausch gespannt.
In diesem Sinne,
Willkommen auf phLogfile
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