Rückschrittliche Lego-Werbeanzeige in c't-magazin 20/2012Posted by Patrick Hanft in
Folgende Beschwerde wollte ich soeben direkt bei Lego loswerden. Da die aber nur 2200 Zeichen in ihrem Kontakt-Formular erlauben, gibt es hier den vollständigen Text und für Lego gibt es eine gekürzte Form …
Continue reading "Rückschrittliche Lego-Werbeanzeige in c't-magazin 20/2012" Politische Bedeutung von IPv6Posted by Patrick Hanft in
Zum heutigen „World IPv6 Launch Day“ habe ich einen Text über die politischen Implikationen von IPv6 geschrieben, die gerade auch wir grüne NetzpolitikerInnen beachten sollten.
Der Text ist auf dem neuen Blog junggruendigital.de erschienen, das einige aktive junge, grüne Menschen aufgesetzt haben, um ein jüngeres Gegenstück zum Blog gruen-digital.de zu bilden. Anlass war für mich neben dem Bedürfnis, dieses sehr technische Thema grundsätzlich mal als ein Thema zu nennen, das aus verschiedenen Gründen sehr wichtig und interessant für die Netzpolitik sein sollte, die aus meiner Sicht sehr einseitige und überwiegend skeptische Erklärung von Konstantin von Notz zum Thema IPv6 gewesen, die nur den Datenschutz in den Blick nimmt und damit aus meiner Sicht zu viele Aspekte der Thematik außen vor lässt. PS: Anlässlich dieses Tages ist auch dieses Blog jetzt via IPv6 erreichbar:
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Zum heutigen „World IPv6 Launch Day“ habe ich einen Text über die politischen Implikationen von IPv6 geschrieben, die gerade auch wir grüne NetzpolitikerInnen beachten sollten. Der Text ist auf dem neuen Blog junggruendigital.de erschienen, das einige aktive junge, grüne Menschen aufgesetzt haben, um ein jüngeres Gegenstück zum Blog gruen-digital.de zu bilden. Anlass war für mich neben dem Bedürfnis, dieses sehr technische Thema grundsätzlich mal als ein Thema zu nennen, das aus verschiedenen Gründen sehr wichtig und interessant für die Netzpolitik sein sollte, die aus meiner Sicht sehr einseitige und überwiegend skeptische Erklärung von Konstantin von Notz zum Thema IPv6 gewesen, die nur den Datenschutz in den Blick nimmt und damit aus meiner Sicht zu viele Aspekte der Thematik außen vor lässt. PS: Anlässlich dieses Tages ist auch dieses Blog jetzt via IPv6 erreichbar: phlogfile.de has address 46.19.92.114 phlogfile.de has IPv6 address 2a02:2918:0:fc0
Wahn und PrintPosted by Patrick Hanft in
Zugegeben. Schon ein klein wenig komisch, erst eine Zeitung zu kündigen, um gleich darauf den nächsten Leserbrief zu schicken. Aber der große Kommentar in der heutigen Wochenendausgabe war doch einfach viel zu merkwürdig.
Andrian Kreye schreibt (gleicher Artikel in seinem Blog) über Julian Assange. Und außerdem noch über eine ganze Reihe anderer Dinge. Und dann steckt er all das zusammen in einen Topf und beschwert sich, dass das alles gar nicht so toll ist, wie es glänzt. Die Frage ist aber, wer festlegt, wie es glänzen muss. Und in diesem Fall ist es Kreye selbst. Ich finde das äußerst unbefriedigend, weil die Ansprüche, die er in seinem Artikel als gültig definiert, wirken durchaus fraglich, wenn nicht sogar recht willkürlich gewählt. Was Herr Kreye mit seinem Kommentar eigentlich aussagen will, wird unter dem Titel „Wahn und Internet“ in der Print-Ausgabe, alles andere als klar. „Prediger und Revolutionäre“ ist zwar schon etwas aussagekräftiger, aber ich glaube, dass Kreye hier vorschnell, zu pauschal, zu grundlegend verurteilt – angesichts der Tatsache, dass er ja offenbar pauschal alle kühnen Ideen mit Religionen vergleicht und ihnen auf fragwürdige Weise eine Ernsthaftigkeit abspricht. Das selbst ist aber genauso fraglich, wie solch platte Aussagen wie „die etablierten Parteien sind alle gleich“, wie sie ein gewisser Mainstream ständig wiederholt. Große Lust, auf Details einzugehen, habe ich eigentlich nicht. Dennoch frage ich mich, warum „Virtual Reality“ eine Relevanz in diesem Artikel hat. Und selbst wenn, dann ist die Erkenntnis unhaltbar, dass solche Technologie heute längst vergessen sei. Sie existiert und ist in den Spezialgebieten, in denen sie konkreten Nutzen entfaltet, gerade erst wieder schwer im Kommen. Solche Dinge entwickeln sich mal in Schüben, definitiv aber in immer neuen Iterationen und Verbesserungen einiger prinzipieller Ideen. Dann kommen noch irgendwie die Piraten vor. Langsam muss ich mir zumindest nicht die Sorge machen, dass Grüne wilde Aussagen über die Piraten machen. Da sind die Journalisten inzwischen deutlich besser drin. Vor allem in den undifferenzierten Zuschreibungen, die sie den Piraten machen. Dass Urteil Kreyes, dass Assange den Lauf der Geschichte nicht geändert hat, ist außerdem voreilig. Denn diese Geschichte ist definitiv noch nicht zu Ende. Und selbst wenn, dann finde ich die Reduzierung von Wikileaks auf die mit Abstand prominentesten, aber keineswegs einzigen Scoops einfach nur eine selektive Wahrnehmung, wie man es braucht, um darauf schimpfen zu können, dass irgendwelche Versprechen – die Kreye aber selbst auswählt und definiert – nicht gehalten werden. Anschließend erklärt er das Internet als irgendwie irrelevant. Find ich irgendwie peinlich. Daneben definiert Kreye „HTML-Webseiten“, „Blogs“ und Newsgroups als untergeordnet bedeutend. Willkürliche Einschätzung. Und neben dem, was einfach bunt zusammengemischt wird, wird eben auch bunt weggelassen. Vor allem all diejenigen, die wirklich visionäre Aussagen übers Netz getroffen haben. Nein, ich fang nicht mit Aufzählungen an. Dafür waren Kreyes Entscheidungskriterien, was dazu gehören könnte, zu wirr. Der „Atheismus“, den Kreye predigt, entsteht einfach aus voreiliger Unlust, das Relevante richtig wahrzunehmen oder zumindest sich ausreichend Zeit zu nehmen, es sorgfältig zu studieren. Wie alt ist das Netz? Immer noch zu jung, um die Hoffnung in es zu begraben. Was den Artikel in der Printausgabe betrifft, findet ihr unten stehend meinen Leserbrief an die Redaktion, man muss ja die Diskussion zu Offline-Medien auch offline führen:
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Zugegeben. Schon ein klein wenig komisch, erst eine Zeitung zu kündigen, um gleich darauf den nächsten Leserbrief zu schicken. Aber der große Kommentar in der heutigen Wochenendausgabe war doch einfach viel zu merkwürdig. Andrian Kreye schreibt (gleicher Artikel in seinem Blog) über Julian Assange. Und außerdem noch über eine ganze Reihe anderer Dinge. Und dann steckt er all das zusammen in einen Topf und beschwert sich, dass das alles gar nicht so toll ist, wie es glänzt. Die Frage ist aber, wer festlegt, wie es glänzen muss. Und in diesem Fall ist es Kreye selbst. Ich finde das äußerst unbefriedigend, weil die Ansprüche, die er in seinem Artikel als gültig definiert, wirken durchaus fraglich, wenn nicht sogar recht willkürlich gewählt. Was Herr Kreye mit seinem Kommentar eigentlich aussagen will, wird unter dem Titel „Wahn und Internet“ in der Print-Ausgabe, alles andere als klar. „Prediger und Revolutionäre“ ist zwar schon etwas aussagekräftiger, aber
Süddeutsche no morePosted by Patrick Hanft in
Heute habe ich mein Abonnement der Süddeutschen Zeitung gekündigt. Der Hauptgrund war für mich dabei vor allem, dass ich nun als Nicht-Student deutlich tiefer in die Tasche greifen müsste, aber vor allem auch, dass ich mich entschieden habe, Bayern bald vorerst zu verlassen.
Dennoch trägt dazu aber auch zu einem nicht unwesentlichen Teil mein wachsender Ärger über manche Perspektiven bei, aus der die Zeitung ihren journalistischen Auftrag betreibt. Dabei geht es viel weniger um inhaltliche Position, als vielmehr die Frage, welche unterschiedlichen kulturellen Perspektiven finden sich in der SZ wieder und welche nicht. Nun, da ich nach einem langwierigen Server-Umzug dieses Blog endlich wieder in Funktionsfähigkeit gebracht habe und sowieso bereits immer wieder großem Spott ob der seltenen Posting-Frequenz ausgesetzt bin, ich aber gleichzeitig gerade merke, wie viele Texte ich eigentlich verfasse, die dann doch immer wieder nur auf Facebook oder in nicht-öffentlichen Mails landen, habe ich mich kurzerhand entschlossen, den Wortlaut meines Kündigungsschreibens hier zu veröffentlichen: Continue reading "Süddeutsche no more"
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Heute habe ich mein Abonnement der Süddeutschen Zeitung gekündigt. Der Hauptgrund war für mich dabei vor allem, dass ich nun als Nicht-Student deutlich tiefer in die Tasche greifen müsste, aber vor allem auch, dass ich mich entschieden habe, Bayern bald vorerst zu verlassen. Dennoch trägt dazu aber auch zu einem nicht unwesentlichen Teil mein wachsender Ärger über manche Perspektiven bei, aus der die Zeitung ihren journalistischen Auftrag betreibt. Dabei geht es viel weniger um inhaltliche Position, als vielmehr die Frage, welche unterschiedlichen kulturellen Perspektiven finden sich in der SZ wieder und welche nicht. Nun, da ich nach einem langwierigen Server-Umzug dieses Blog endlich wieder in Funktionsfähigkeit gebracht habe und sowieso bereits immer wieder großem Spott ob der seltenen Posting-Frequenz ausgesetzt bin, ich aber gleichzeitig gerade merke, wie viele Texte ich eigentlich verfasse, die dann doch immer wieder nur auf Facebook oder in nicht-öffentlichen Mai
Die Party ist vorbei: Antworten zur Erschöpfung des IPv4-AdressraumsPosted by Patrick Hanft in
Der weltweite Internetadresspool ist leerHeute morgen hat die IANA von den verbliebenen 7 /8-Adressblöcken (so ein Block ist ein Anteil von rund 0,5% am existierenden Internet-Adressraum in IPv4) zwei an APNIC, eine der sogenannten RIR – Regional Internet Registries vergeben. Dadurch wurde ein vorher ausgehandeltes „End Game“ ausgelöst, das alle 5 restlichen /8-Adressblöcke des IPv4-Adressraums zu je einem an die fünf RIRs vergibt. Die Party ist also vorbei, das Internet ist „voll“. Was bedeutet das?Auf eine Nachfrage, was das genauer bedeutet, habe ich bei Facebook dann folgende Antwort verfasst, die ich hier gerne festhalten möchte: Es existieren fünf RIR (Regional Internet Registries), die für ihre jeweiligen Regionen/Kontinente Adressbereiche an Organisationen und Unternehmen vergeben. Diese RIRs handelten bisher so, dass sie immer einen Vorrat von mindestens zwei /8-Blöcken (das entspricht einem Adressraum, bei dem die Erste, der vier Zahlen einer IP-Adresse konstant bleibt, also bspw. 100.x.x.x, insgesamt rund 16Mio. IP-Adressen) hatten. Kamen sie unter diese Grenze beantragten sie zwei neue Blöcke aus dem zentralen Pool. Das ist jetzt vorbei, weil der Pool ausgeschöpft und alle /8-Adress-Blöcke vergeben sind (bzw. die letzten fünf werden jetzt automatisch je einer pro RIR an diese vergeben, das wird wohl erst Donnerstag passieren). Eine Übersicht über den IPv4-Adressbereich findet man: http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.xml Die RIRs werden jetzt so lange IP-Adressen vergeben, wie sie selbst welche haben. Das dürfte zwischen einem guten halben Jahr (für die am schnellsten IPs-verbrauchende Region) dauern, bis vllt. maximal gute zwei Jahre, bis die letzte RIR keine Adressen mehr vergeben kann (wie lang das derzeit genau geschätzt wird, hab ich nicht im Kopf). Danach ist der gesamte IPv4-Adressbereich an Unternehmen und Organisationen vergeben. Man bekommt keine Provider-unabhängige Adressen mehr. Es wäre zu diesem Zeitpunkt also so gut wie unmöglich, ein großes Internet-Unternehmen mit vielen eigenen Servern, einem eigenen Netz, oder eben einen ISP (Internet Service Provider) aufzubauen. Je nach Vorsorge-Taktik einzelner Zugangs- und Hosting-ISPs wird es ab jetzt dann zwei bis maximal vielleicht fünf Jahre dauern, bis sie keine neuen Kunden mehr aufnehmen können, sei es jetzt für die Installation neuer Server (fürs Hosting), oder für Internetzugänge. Ab diesem Punkt wird es kritisch. Es steht dann zu befürchten, dass man als Endkunde keinen vollwertigen Zugang mehr zum Internet bekommen könnte, sondern der Provider nunmehr nur eine Adresse aus einem privaten Adressbereich (wie wir das alle von zu Hause kennen, wo wir eine 192.168.x.x/172.1x.x.x/10.x.x.x-Adresse verwenden) zuweisen. Dies bedeutet, man kann keine eigenen Verbindungen zulassen. VoIP wird nochmal komplexer und unzuverlässiger, P2P funktioniert nicht mehr und grundsätzlich sind wir im Zeitalter des Zwei-Klassen-Netzes angelangt (Wir sind das bereits jetzt im Internet über Mobilfunk, dort wird das so schon gehandhabt!!!). Die einzige sinnvolle Lösung für dieses riesige IPv4-Problem, das jetzt mit immer schnelleren Schritten auf uns zurollt, ist der Umstieg auf das Nachfolgeprotokoll IPv6, das statt 4,3 Mrd Adressen bei IPv4, viermal so lange Adressen und damit also einen Adressraum von 4,3 Mrd 4,3 Mrd 4,3 Mrd * 4,3 Mrd Adressen, also eine Zahl von rund 340[und 36 Nullen angehängt] Adressen, ermöglicht. IPv6 hat Datenschutz-Implikationen, mit denen wir uns beschäftigen müssen und bei denen wir wirksame Maßnahmen fordern müssen, auf der anderen Seite erlaubt ein derart großer Adressraum einen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz. Es ist demokratischer, da ich genauso Services auf meiner Adresse anbieten kann, wie jeder sonst und es löst viele technische Probleme. Z.B. wird NAT (Network Adress Translation – das ist für Internet-Protokoll-Designer eine echte Plage!) der Vergangenheit angehören und dadurch wird das Potenzial, deutlich mehr direkte End-zu-end-Kommunikation und weniger über zentralisierte Server organisierte Kommunikation (Facebook!) zu betreiben. Das Netz könnte wieder dezentraler und innovativer werden. Warum lässt der Nachfolger so lange auf sich warten?Weiterhin wurde ich gefragt, warum die Einführung des Nachfolgeprotokolls IPv6 so auf sich warten lässt. Dazu gab ich dann folgende Antwort: Es gibt keinen Hinderungsgrund. Es gibt nur viele Gründe, warum Netzbetreiber zögern und zaudern:
So, das sind erstmal die einfachen Gründe, die mir einfallen, warum der Umstieg nicht in die Gänge kommt. Warum interessiert mich das?Das Thema ist insofern wichtig, weil es in Kürze jedeN InternetbenutzerIn betreffen wird, auch wenn diese im Idealfall eigentlich nichts davon bemerken sollten. Dennoch sollte die Internet-Wirtschaft und Internet-Community, aber vielleicht auch die Politik ein intensives Interesse daran haben, sich mit dem aktuellen Stand und der Entwicklung zu beschäftigen. Es bleibt viel zu tun, um dem Internet auch in Zukunft ein reibungsloses Funktionieren und auch Veränderung und noch Wachstum zu ermöglichen.
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Der weltweite Internetadresspool ist leer Heute morgen hat die IANA von den verbliebenen 7 /8-Adressblöcken (so ein Block ist ein Anteil von rund 0,5% am existierenden Internet-Adressraum in IPv4) zwei an APNIC, eine der sogenannten RIR – Regional Internet Registries vergeben. Dadurch wurde ein vorher ausgehandeltes „End Game“ ausgelöst, das alle 5 restlichen /8-Adressblöcke des IPv4-Adressraums zu je einem an die fünf RIRs vergibt. Die Party ist also vorbei, das Internet ist „voll“. Was bedeutet das? Auf eine Nachfrage, was das genauer bedeutet, habe ich bei Facebook dann folgende Antwort verfasst, die ich hier gerne festhalten möchte: Es existieren fünf RIR (Regional Internet Registries), die für ihre jeweiligen Regionen/Kontinente Adressbereiche an Organisationen und Unternehmen vergeben. Diese RIRs handelten bisher so, dass sie immer einen Vorrat von mindestens zwei /8-Blöcken (das entspricht einem Adressraum, bei dem die Erste, der vier Zahlen einer
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